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Pressemitteilungen des VIKZ

KRM fordert Politik und Gesellschaft auf, Gewalt gegen Muslime in Deutschland zu verhindern

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Köln, 15. März 2011: Am vergangenen Wochenende kam es erneut zu Gewalt gegen muslimische Bürger und muslimische Einrichtungen in Deutschland. Der KRM verurteilt diese erneuten feigen und niederträchtigen Taten und fordert Politik und Gesellschaft auf, vor diesen Entwicklungen nicht die Augen zu verschließen. Die zunehmende Gewalt gegenüber Muslimen sei ein Ergebnis der öffentlichen Diffamierung des Islams in der Gesellschaft. Auch die willkürlichen Äußerungen, ob der Islam Teil Deutschlands ist, verstärken diesen Abwärtstrend.


Am Samstagmorgen wurde in Berlin ein Haus in Brand gesetzt, das mehrheitlich von Bewohnern mit türkischer und bosnischer Herkunft bewohnt war und wo sich zum hinteren Eingang eine Moschee befindet. Drei Menschen verloren dabei ihr Leben, eine Mutter mit ihrem Kind und ihr Bruder und 17 Menschen wurden dabei verletzt. Fast gleichzeitig wurde in den Büro-Räumen des Regionalverbandes der IGMG in München eingebrochen und die Inneneinrichtung verwüstet. Der Versuch, Feuer zu legen, schlug glücklicherweise fehl.


„Diese aktuellen Vorfälle sind nur Teil einer Serie, die es zu stoppen gilt“, so Erol Pürlü, Sprecher des KRM. In der zweiten Hälfte des letzten Jahres gab es allein sechs Brandanschläge auf Moscheen in Berlin. Pürlü sagte weiter: „Die immer gehäufter auftretenden und an Brutalität zunehmenden Angriffe gegen Muslime und ihre Einrichtungen geben Anlass zur Sorge. Es scheint, dass die Hemmschwelle bei Tätern, solche Taten zu vollziehen, deutlich gesunken ist und das Sensibilitätsbewußtsein in der Öffentlichkeit abnimmt.“

 


Außerdem warnte der Sprecher davor, das gesellschaftliche Klima im Hinblick auf die Islamdiskussion und Wahlkämpfen durch populistische Aussagen weiter anzuheizen. „Was wir brauchen, ist eine Atmosphäre der Akzeptanz gegenüber Muslimen und ihre Einrichtungen. Wo dies grundsätzlich in Frage gestellt wird, sind solche tragischen Ereignisse nicht fern“, so Pürlü. Viele namhafte und seriöse Studien belegen überdies, dass inzwischen viele Deutsche den Islam „pauschal als eine Religion der Intoleranz“ vorverurteilen. „Diesem Thema muss sich Politik und Gesellschaft stellen“, fordert Pürlü, „nur eine aktive Aufklärungspolitik kann diesen Prozess stoppen.“


Der KRM fordert daher den neuen Innenminister auf, das Thema Islamfeindlichkeit auf die Tagesordnung zu setzen und das Problem als gesamtgesellschaftliches zu begreifen.


Der Koordinationsrat der Muslime wurde im März 2007 von den vier großen Dachverbänden DITIB, Islamrat, ZMD und VIKZ gegründet. Er organisiert die Vertretung der Muslime in Deutschland und ist Ansprechpartner für Politik und Gesellschaft.

 

 

Durchbruch beim Religionsunterricht in NRW

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Schulministerin Sylvia Löhrmann und der Koordinationsrat der Muslime haben eine gemeinsame Erklärung über den Weg zu einem bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht in NRW unterzeichnet.


Der Koordinationsrat der Muslime begrüßt die gemeinsamen Schritte bei der Einführung des islamischen Religionsunterrichts in Nordrhein-Westfalen.

Köln, 22.02.2011: Schulministerin Sylvia Löhrmann und die vier Vertreter im KRM haben heute ein Kommunikee unterzeichnet. Nach vorangegangenen Gesprächen zwischen Schulministerin Löhrmann und den muslimischen Religionsgemeinschaften im Koordinationsrat der Muslime ist eine Einigung für die Einführung bekenntnisorientierten islamischen Religionsunterricht (IRU) im Sinne von § 31 Schulgesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen erzielt worden.

Zu diesem Zweck wird ein Beirat einberufen, dessen Mitglieder unter Beachtung des Homogenitätsprinzips im Einvernehmen mit dem KRM benannt werden. Der Beirat fungiert als institutioneller Ansprechpartner des Landes. Die Vertreterinnen und Vertreter der Muslime und die Schulministerin bezeichneten diesen ersten Schritt als Erfolg und hoffen, dass diese längst fälligen Initiativen und Entwicklungen von gegenseitiger Unterstützung und breiter Zustimmung getragen werden. 320.000 muslimische Schülerinnen und Schüler in den Schulen im Land haben nun die Möglichkeit, in absehbarer Zeit islamischen Religionsunterricht als ordentliches Fach angeboten zu bekommen.

 

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http://vikz.de/index.php/pressemitteilungen/items/durchbruch-beim-religionsunterricht-in-nrw.html

 

Neues Lesecafe im Schülerwohnheim eröffnet

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28.03.2010 Köln – Der Verband der Islamischen Kulturzentren e.V. (VIKZ) und die Otto Benecke Stiftung e.V. (OBS) eröffneten vergangen Samstag feierlich das Lesecafe im Schülerwohnheim Duisburg-Hochfeld. Neben dem Präsidenten des VIKZ Mustafa Imal nahmen der geschäftsführende Vorsitzende der OBS Prof. Dr. Lemper, der stellvertretende Leiter des Referats für Integration der Stadt Duisburg Maryo Terzic und die Soziologin Frau Prof. Dr. Boos-Nünning teil.


Mit dem Lesecafe möchte der VIKZ das Interesse an Literatur, die Begegnung und den Austausch zwischen Jugendlichen fördern. „Bildung ist der Schlüssel zur gesellschaftlichen Integration. Wie könnte man Bildung bei den Jugendlichen besser unterstützen, als sie zum Lesen zu motivieren? Eines ist klar: Ihr Hunger nach Wissen ist nicht eingeschränkt auf ein bestimmtes Genre oder Thema. Sie finden hier Bücher querbeet durch die Weltliteratur“, erläuterte Imal. Auch Prof. Dr. Lemper freute sich über die Projektrealisierung: „Das Lesecafe ist eine Bereichung für Hochfeld, vor allem wenn man weiß, dass in diesem Stadtteil nicht eine einzige Buchhandlung existiert.“ Er rief die Jugendlichen auf, die Chance zu nutzen und sich in die Bücher zu vertiefen. „Ein Buch ist eine Schatztruhe. Es birgt Geheimnisse, Ideen, Gedanken und Phantasien, viel mehr als je ein Fernsehapparat liefern kann.“ Ideell unterstützt wird das Projekt auch von der Stadt Duisburg. „Lesen hatte in der Menschheitsgeschichte immer große Bedeutung und steht für Fortschritt. Das Lesecafe wird für das friedliche Miteinander und interkulturellen Austausch in dieser Stadt beitragen“, so Terzic. Prof. Dr. Boos-Nünning hob die Bedeutung des Lesens für die Sprachentwicklung hervor, sowohl für das Deutsche als für die Muttersprache der türkischstämmigen Schüler.

 

 

 

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